Maru Obi
Der Maru Obi ist die prachtvollste Form des Obi und wurde traditionell zu besonders festlichen Anlässen getragen. Er ist vollflächig gewebt, oft mit aufwendigen Mustern in Gold und Silber, und galt lange als das Symbol für Eleganz und Reichtum in der Kimono-Kultur. Heute wird er vor allem für Hochzeiten oder Bühnenauftritte genutzt.
Maru Obi – Prachtstück der japanischen Textilkunst
Mit einer Breite von bis zu 67 cm ( umgeschlagen und umgenäht ca. 30–33 cm reduziert wird) und einer Länge von etwa 420 cm gehört er zu den imposantesten Obi-Arten. Seine kunstvolle Machart und sein Gewicht machten ihn besonders während der Meiji- und Taishō-Zeit zu einem beliebten Statussymbol, vor allem bei wohlhabenden Frauen und Geishas.
Aufgrund seiner hohen Kosten und seines schweren Materials wird der Maru Obi heute nur noch selten getragen – meist bei Hochzeiten, auf der Bühne oder in besonderen Zeremonien. Als kunstvolles Meisterwerk japanischer Webtradition ist er jedoch bis heute ein begehrtes Sammlerstück und übertrifft an Festlichkeit selbst den Fukuro Obi.